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Pflasterspektakel - Startseite
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32. Linzer Pflasterspektakel: 19. – 21. Juli 2018
Festival Festival

Damals & Heute

In Zeiten des Internets und der globalen Vernetzung ist es kaum mehr vorstellbar, wie es vor über 30 Jahren gelang, in einem Land wie Österreich, ohne großer Straßenkunsttradition, ein derart erfolgreiches und bald in der ganzen Szene weltweit bekanntes Festival zu etablieren.

Dass dies gelang war dem Glauben an die Idee von Initiator Siegbert Janko, dem ehemaligen Linzer Kulturdirektor, und dem Engagement der ersten Mitwirkenden zu verdanken. Ohne moderne Kommunikationsmittel bauten sie in den 1980er Jahren Kontakte zu StraßenkünstlerInnen aus der ganzen Welt auf – eine besondere Herausforderung, denn die KünstlerInnen sind viele Monate auf Tour und dabei sind sie vielfach „Selbstvermarkter“, das heißt ohne Management oder Agentur für organisatorische Belange.

Nach einem gelungenem Auftakt und erfolgreichen Fortsetzungen hat sich das Linzer Pflasterspektakel schnell einen internationalen Ruf als sehr gut organisiertes, faires und innovatives Festival erarbeitet. Mit zum Erfolg trug der tolle Publikumszuspruch bei, der von Jahr zu Jahr größer wurde.

Damals wie heute bewerben sich die KünstlerInnen um die Teilnahme am Pflasterspektakel. Seit einigen Jahren funktioniert dieses Bewerbungsprozedere ausschließlich auf elektronischem Weg – zu jeder Tages- und Nachtzeit bequem vom Computer aus. Durch Smartphones ist es heute besonders einfach Auftritte zu filmen oder ein Bewerbungsvideo aufzunehmen. Vor der Digitalisierung wurden zu Bewerbungszwecken noch Fotoausdrucke und Berge an Papier verschickt.

Die Möglichkeiten der digitalen Welt haben auch in der Straßenkunstszene zu einer starken Professionalisierung beigetragen, denn nicht nur die Kommunikation mit VeranstalterInnen hat sich verändert, auch die Möglichkeiten der Präsentation haben sich vervielfältigt und sind leicht umzusetzen. Die Dokumentation von Performancekunst im öffentlichen Raum und die zunehmende Interaktion mit anderen künstlerischen Disziplinen haben die Straßenkunst inhaltlich stark weiterentwickelt. Auch neue Technologien finden nun immer öfter Eingang in Performances und ermöglichen neue Darbietungsformen.

Eines ist damals wie heute aber gleich: Straßenkunst lebt von der Begegnung zwischen KünstlerInnen und Publikum. Sie ist unmittelbar, spontan und vielfältig. Wer sich auf die Darbietungen der StraßenkünstlerInnen einlässt, erlebt unvergessliche Momente.