13. - 15. Juli 1989
Das dritte Linzer Pflasterspektakel glänzte schon wieder mit einem Rekord: 291 Mitwirkende aus 13 Ländern präsentierten ihre Kunst. Weil es mehr Bewerbungen als Auftrittsmöglichkeiten gab, war heuer erstmals eine Auswahl notwendig. Noch steht die Berliner Mauer, noch gibt es den so genannten Ostblock, der sich in diesem Jahr kulturell stark in Linz beteiligt. Die Oberösterreichische Nachrichten schreiben: „Das Linzer Pflaster wird ein west-östlicher Diwan - auch aus Ungarn und der DDR sind Anmeldungen eingelangt.“ Es standen 20 Standplätze zwischen Hauptplatz und Langgasse zur Verfügung, die von jeder Gruppe oder jedem Einzelaufführenden jeweils zwei Stunden zwischen 9 und 22 Uhr genutzt werden konnten, dann gab es Szenenwechsel. In der Festivalzentrale, die erstmals in der Kunstuniversität, damals noch Kunsthochschule, am Hauptplatz eingerichtet war, konnte man die jeweiligen Tagesprogramme auf einer großen Tafel ablesen. Da es in den Jahren zuvor für die Straßenbahn schon größere Probleme gab, ihren Weg durch das Meer des begeisterten Linzer Publikums zu bahnen, wurde für Freitag- und Samstagabend ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.
Besonderes: Am Hauptplatz präsentierte ein Kleinzirkus eine Raubtiernummer und die Schottin Jenny Brent musste nach einem Unfall beim Feuerschlucken ins Krankenhaus eingeliefert werden.
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