20. - 23. Juli 1988

„Es muss ein nächstes Mal geben“, war der allgemeine Tenor nach den „Internationalen Straßenmusikantentage“ vom Jahr 1987. Niemand wollte mehr die unbeschwerte Stimmung und die unkonventionellen Darbietungen in der Linzer Innenstadt missen. Das Team des Kulturamtes rund um Kulturdirektor Siegbert Janko und Harald Wildfellner begann sofort mit der Arbeit an einer erfolgreichen Wiederholung und taufte das Straßenkunstfest "Linzer Pflasterspektakel". Diesmal kamen schon 200 AkteurInnen und zur Musik gesellten sich Pantomime, Zauberei, Gauklerei und Akrobatik. Im Gegensatz zum Vorjahr wurde das Spektakel nicht auf die ganze Stadt verteilt, sondern auf die Landstraße konzentriert. Die StraßenkünstlerInnen aus England, der BRD, der DDR, Italien, Frankreich, Jugoslawien, den USA und Österreich präsentierten ihre Künste der begeisterten Linzer Bevölkerung von 9 Uhr früh bis 10 Uhr abends. Erste Jahre sind immer auch Jahre des Experimentierens und Testens: 1988 fand auf einer Bühne am Hauptplatz eine große Abschlussveranstaltung des Festivals statt, was die beteiligten KünstlerInnen jedoch nicht als ideal empfanden. StraßenkünstlerInnen stehen nicht auf der Straße, weil sie keine Bühne haben, sondern weil sie keine Bühne wollen.

Besonderes:
Im Jahr 1988 war das Pflasterspektakel von wirklichen Pflasterungsarbeiten geprägt! Da soeben der Bau der Hauptplatz-Tiefgarage fertig gestellt wurde, musste nun der ganze Hauptplatz neu bepflastert werden. Pflasterungsarbeiten am Pflasterspektakelgelände also, die vorgewarnten KünstlerInnen trugen die nicht ganz erwünschte Konkurrenz mit Humor.

Impressionen vom Pflasterspektakel 1988Impressionen vom Pflasterspektakel 1988