18. - 20. Juli 1991
Das Linzer Pflasterspektakel etablierte sich bereits europaweit als ein Zentrum der Straßenkunst. Die zunehmende Bedeutung und wachsende Größe dieser Veranstaltung ging – nicht zuletzt auf Grund des enormen Publikumsinteresses – auch mit einem stetig steigenden Qualitätsanspruch an das Festival einher. Das improvisierte StraßenkünstlerInnen-Treffen des ersten Jahres entwuchs endgültig seinen „Kinderschuhe“ und entwickelte sich in den 90er Jahren Schritt für Schritt zu einer der imageträchtigsten Linzer Großveranstaltungen. Viele neue Entwicklungen, oft auch einmalige Experimente, standen im Zeichen einer zukünftigen Service-Orientierung für Publikum und KünstlerInnen. So konnte man das aktuelle Tagesprogramm nicht nur der Übersichtstafel im Informationsbüro in der Kunsthochschule am Hauptplatz entnehmen, sondern auch eine Pflasterspektakel-Hotline gab 1991 Auskunft über das Gebotene. Da man im Jahr zuvor an die räumlichen Grenzen der Linzer Innenstadt gestoßen ist, beschränkte man jetzt das Spektakel auf 300 KünstlerInnen, was jedoch nichts half. Mit 200 000 ZuschauerInnen erreichte man schon wieder einen neuen Publikumsrekord. Das Pflasterspektakel war international wie noch nie, vor allem aus den ehemaligen Ostblockländern, konnte man im ersten Jahr nach dem Fall der Mauer Straßenkunst auf allerhöchstem Niveau bewundern.
Besonderes: Erstmals wurde die Straßenbahn an allen drei Festivaltagen von 19 bis 22 Uhr durch einen Autobusverkehr ersetzt.
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