20. - 22. Juli 1995
Aus Platzgründen wurde das Festival wieder auf 400 KünstlerInnen aus über 25 Ländern limitiert. Auch wenn man fast 500 Anträge ablehnen hat müssen, hat sich Linz unwidersprochen noch vor Metropolen wie Barcelona zum europäischen Zentrum der Straßenkunst etabliert. Zum ersten Mal ging das Pflasterspektakel zwischen Schillerplatz und Donaulände von 9 Uhr vormittags bis Mitternacht. Dem Kulturamt war es gelungen, bei der Polizei die Sondergenehmigung zu bekommen, dass das Pflasterspektakel bis 24 Uhr dauern darf. Dies war nur deshalb möglich, weil das Festival trotz des enormen Publikumszuspruchs bislang immer ein friedvolles und radauloses Fest war. Die ESG richtete wieder täglich ab 19 Uhr zwischen Blumau und Sonnensteinstraße einen Schienenersatzverkehr ein. In der Zeit vor „Bus statt Bim“ waren erstmals umsorgte StraßenbahnordnerInnen auf der Landstraße unterwegs, die mit bunt gestalteten Einmeter-Stäben Publikumsgruppen vorsichtig von den Schienen „drängten“, sobald eine Straßenbahn im Anrollen war. „Menschenschieber“ werden diese rettenden Hilfsmittel seit damals genannt. Eine wichtige Erfindung, den einen derart fulminanten Start hat das Linzer Pflasterspektakel noch nie erlebt: Schon am Abend des Eröffnungstages zählte man 60 000 ZuseherInnen.
Besonderes: Am linken Donauufer legte während des Spektakels ein Klangschiff an. Eine Bläser-Figuren-Seiltanz-Komposition von Helmut Lutz erfreute das interessierte Linzer Publikum.
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